EXPERIMENTALSTUDIO des SWR

Das EXPERIMENTALSTUDIO verfolgt den Weg der Synthese von Kunst und Technik über das Prinzip des Dialogs. In der Regel entstehen hier Kompositionen mit Elektronik als Koproduktionen von Komponisten und erfahrenen Musikinformatikern und Klangregisseuren.

 

Einerseits gehört ein fester Stab von Spezialisten zum Studio, andererseits vergibt das EXPERIMENTALSTUDIO regelmäßig Stipendien an KomponistInnen, um ihnen zu ermöglichen – sei es zu ihrer eigenen Orientierung oder mit einem konkreten musikalischen Vorhaben –, zusammen mit dem Team des Studios zu arbeiten.

Digitalisierung und Musikinformatik

 

In der fast 40-jährigen Geschichte des EXPERIMENTALSTUDIOs verzeichnen die ausgehenden achtziger und beginnenden neunziger Jahre den Übergang in eine neue Ära. Die Neuorientierung galt einerseits der umfassenden Digitalisierung der Technik und andererseits der Musikinformatik. Anhand eines Projektes können Zielrichtungen und Vorteile dieser Anstrengungen hier beispielhaft angedeutet werden: Der Klangverwaltung im weitest möglichem Sinn dient der von Mitarbeitern des EXPERIMENTALSTUDIOs entwickelte Matrix-Mixer. Das volldigitale Gerät kann in einer extrem komplexen Weise sämtliche elektronischen Abläufe während einer Aufführung koordinieren. Die Zugänge zu Geräten, Lautsprechern und Mikrofonen sind dabei nicht nur, wie bei der früheren Matrix-Mixer-Generation, programmierbar, sondern lassen sich auch in beliebigen internen Geschwindigkeiten und Abmischungen öffnen und schließen, während zugleich viele der vormals extern benutzten Geräte wie das Raumklangsteuergerät (Halaphon usw.) in den Matrix-Mixer bereits integriert sind. Ergebnis ist der Prototyp einer kompletten Arbeitsstation, die vielseitig zur Realisation von Konzerten eingesetzt werden kann.